Genossenschaftstag am 6. Juli: Genossenschaftlichen Gedanken stärken!

Schuster: Konzept bietet gerade im Wohnungsbau ökonomische, ökologische und sozial tragfähige Lösungen

Der Nürnberger Abgeordnete Stefan Schuster fordert anlässlich des Internationalen Genossenschaftstag am 6. Juli, den genossenschaftlichen Gedanken insbesondere bei der Schaffung und Bewahrung von Wohnraum zu stärken. "Die dramatische Wohnungssituation in den bayerischen Ballungszentren, die sich auch in Zukunft immer weiter verschärfen wird, ist besonders für junge Familien, Bürger mit niedrigen Einkommen, Rentner, Studenten oder Alleinerziehende kritisch", erklärt Schuster. Hier müssen die Wohnungsbaugenossenschaften gestärkt werden, um dazu beizutragen, ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähige Lösungen zu ermöglichen."

Schuster, der selbst als Aufsichtsrat der Nürnberger Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt e.V. tätig ist, sieht dabei besonders den Freistaat Bayern in der Verantwortung für den sozialen Wohnungsbau. "Der Staat sollte seinen Fokus bei der Lösung dieses Problems verstärkt auch auf die Wiederbelebung des Genossenschaftsgedankens legen. Dabei sollten nicht nur die bestehenden Genossenschaften in ihrer Tätigkeit stärker unterstützt, sondern auch die Neugründung von Genossenschaften angeregt werden, die neue Wohnformen anbieten können und wollen. Genossenschaften sind nicht nur verlässliche Partner der Kommunen, sondern sie tragen auch einen erheblichen Anteil zur sozialen Wohnraumversorgung bei!"

Der Freistaat müsse den Genossenschaften im Wohnungsbau verstärkt durch den Zugang zu Bauflächen im Rahmen von Vorkaufsrechten oder bevorzugte Zuteilungen unter die Arme greifen, fordert Schuster. "Darüber hinaus müssen Genossenschaftsprojekte durch Finanzierungshilfen für Wohnprojekte in Form von Bürgschaften oder die Bereitstellung von Fördermitteln unterstützt werden. Es gilt, die staatlichen Wohnungsbauprogramme auszuweiten und auch finanziell entsprechend auszustatten".

Schuster: "Genossenschaften sind vor Ort und nahe am Menschen. Sie denken vor allem an ihre Mitglieder und die Leistungen, die sie erbringen wollen. Spekulation oder kurzfristige Gewinnmaximierung, wie sie gerade am Wohnungsmarkt vorherrschen, sind einem solchen Verbund unbekannt und selbst in kritischen Situationen steht der Verbund zusammen und sichert den Einzelnen. Genossenschaften haben ihre Leistungsfähigkeit in jahrhundertelanger Tradition belegt. Sie stehen für nachhaltiges Wirtschaften, für ihre Nähe zu den Bedürfnissen der Menschen und ihre soziale und ökologische Verantwortung. Damit sind sie eine äußerst attraktive Alternative der Selbstbestimmung und Selbsthilfe, an die wir gerade bei den anstehenden Problemen denken sollten."