Sanierungsstau: 659 Kilometer Staatsstraßen im Regierungsbezirk Mittelfranken sind marode

  • von  Helga Schmitt-Bussinger
    03.03.2016
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Die Sprecherin der mittelfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten, Helga Schmitt-Bussinger, fordert mehr Investitionen vom Freistaat in die Infrastruktur:

659 Kilometer oder 39,9 Prozent der bayerischen Staatsstraßen im Regierungsbezirk Mittelfranken sind marode - das hat eine Anfrage der BayernSPD-Landtagsfraktion an die Staatsregierung ergeben. Die Kosten für eine Sanierung würden 98,9 Millionen Euro betragen. 

Schmitt-Bussinger spricht von versteckter Staatsverschuldung und appelliert an die Staatsregierung, die Investitionen in die Instandhaltung zu erhöhen: "Söder feiert diese Woche mit einem großen Fest zehn Jahre ausgeglichenen Haushalt und bei uns in Mittelfranken und in ganz Bayern vergammelt die Infrastruktur. Ich denke beispielsweise an die St 2244 bei Emskirchen, die in einem erbärmlichen Zustand ist. Die Staatsregierung spart auf Kosten der Sicherheit der Autofahrer und verschleppt die Staatsverschuldung weiter. Weil irgendwann muss saniert werden. Aber Seehofer und Söder denken sich: Nach mir die Sintflut und bürden die Kosten künftigen Generationen auf.“ 

Bayernweit sind 4894 Kilometer Staatsstraßen marode. Das entspricht 36 Prozent des gesamten Staatsstraßennetzes im Freistaat. Der Nachholbedarf für die Erhaltung der Fahrbahnen liege bayernweit bei 734 Millionen Euro, teilte Innenminister Joachim Herrmann der SPD-Fraktion mit. Brücken und andere Ingenieurbauwerke sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.