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Horst Schmidbauer alles Gute zum 70ten!
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Horst Schmidbauer, Vorsitzender der Nürnberger SPD von 1985 bis 1997, kann am 3. März seinen 70. Geburtstag feiern.
Der gelernte Industriekaufmann trat 1956 der SPD bei und wurde 1968 Vorsitzender der Nürnberger Jungsozialisten. 1972 wurde er in den Nürnberger Stadtrat gewählt, wo er sich schwerpunktmäßig um die Gesundheits- und Wohnungspolitik kümmerte. Er war wesentlich an der Entscheidung für den Bau des Südklinikums beteiligt und trug mit zu dessen moderner, patientenfreundlicher Planung nur mehr mit Zweibettzimmern und effektiven Abläufen in der medizinischen Versorgung bei.
1990 wurde Schmidbauer Mitglied des Bundestages. 1998 gelang es ihm, das Direktmandat im Wahlkreis Nürnberg-Süd/Schwabach zu erringen.
Die Gesundheitspolitik blieb auch in der Bundespolitik sein Schwerpunkt. Schmidbauer setzte die Aufklärung des Skandals um HIV-infizierte Blutprodukte durch, und wurde später auch Vorsitzender der Entschädigungsstiftung für die HIV-Opfer. Er trug wesentlich zur ersten Reform des Arzneimittelgesetzes und zur Ausgestaltung des Psychotherapeutengesetzes bei. Mit seinem „nationalen Diabetesplan“ trug er wesentlich zu einer Vorbeugung und besseren Versorgung bei dieser Volkskrankheit bei.
Auch in der Sozialpolitik war Schmidbauer leidenschaftlich engagiert. Er wollte selbst „dicke Bretter bohren“ und erwies sich immer als konfliktfreudig. Gegenüber der „Agenda 2010“ bekundete Schmidbauer viel Skepsis und galt bald als einer der „SPD-Fraktionsrebellen“ während der rot-grünen Regierungszeit. Beim ersten Gesundheitsmodernisierungsgesetz wandte er sich vor allem gegen die Einführung der Zuzahlungspflicht und wollte gegenüber der Pharmaindustrie mittels der „roten Liste“ Kostenbegrenzungen durchsetzen. Bei den Wahlen 2005 kandidierte Schmidbauer nicht mehr, seine Nachfolge im Bundestag trat Martin Burkert an.
Als weiterhin politisch hochmotivierter und kritischer Geist meldet sich Schmidbauer noch immer im Parteirat der SPD zu Wort. Der Schwerpunkt seines Engagements liegt aber nun in der bundesweiten Hospizarbeit und vor allem in der Behindertenpolitik. Er ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Lebenshilfe.
Horst Schmidbauer hat drei Kinder und ist mit seiner Frau Gisela verheiratet, beide sind aktiv im SPD-Ortsverein Reichelsdorf. Die erfolgreiche Verhinderung der Zerstörung des Rednitztales durch den Neubau der B2 war sein persönliches Anliegen gewesen. Nicht nur im Rednitztal, sondern an allen seinen Urlaubsorten ist er gern mit dem Fahrrad unterwegs. Nachdenken über Kunst und Architektur und einen guten Schluck Wein rechnet er zu seinen privaten Leidenschaften.
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