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Die Nürnberger Landtagsabgeordnete Angelika Weikert (SPD) kritisiert Gesundheitsminister Söders Haltung zu Drogenkonsumräumen „Ich finde es empörend, dass der bayerische Gesundheitsminister Drogenkonsumräume zu rechtsfreien Räumen erklärt und diesen damit eine Absage erteilt, wobei es allein dieses Jahr bereits 15 Drogentote in Nürnberg gegeben hat“, erklärt die Sozialpolitikerin Angelika Weikert und fordert Söder auf, sich in anderen Städten, in denen diese Schutzräume bereits existieren, kundig zu machen.
Die Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, dass sich dort keine Drogenhandelszene in den Schutzräumen entwickelt. Dies sichere das Betäubungsmittelgesetz. Zudem sei es bis-lang in keinem der 26 Drogenkonsumräume bundesweit zu einem drogenbedingten Todesfall gekommen. Im Gegenteil: In Drogenkonsumräumen gebe es kein Risiko, sich durch verunreinigte Spritzen mit Aids oder Hepatitis anzustecken und im Falle einer Überdosis könne sofort reagiert werden. Zudem biete ein Drogenkonsumraum einen niederschwelligen Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten. „Die Einrichtung von Schutzräumen sichert Leben, Herr Lebensminister!“, fasst die Nürnberger Abgeordnete diese Erkenntnisse zusammen.
„Ich fordere den Gesundheitsminister auf, seine politischen Entscheidungen nicht auf Vorur-teilen aufzubauen und sich vielleicht auch einmal in seinem Kabinett und mit dem Koalitions-partner abzustimmen“, so Weikert weiter. Die Nürnberger FDP-Stadträte hatten sich neben SPD, Grünen, ÖDP und Freien Wählern für Drogenkonsumräume ausgesprochen.
weitere Infos hier auch von der SPD Stadtratsfraktion
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